Achter Bezirk Wien: Die Josefstadt
„Mitten im 8ten“ werkte einst Gustav Klimt
Der achte Bezirk in Wien heißt Josefstadt und ist flächenmäßig von allen Bezirken der kleinste. Er gilt als Bezirk der Beamten und Intellektuellen – die Nähe zu Rathaus und Universität machen es möglich. Die Josefstadt wurde großteils erst nach 1700 besiedelt. Wichtige Sehenswürdigkeiten gibt es im achten Bezirk nur wenige, Wien-Urlauber machen daher meistens beim Rathaus halt. Dabei bietet die Josefstadt sehr viel: Kleine Bars, Galerien und Fachgeschäfte bieten viele Gelegenheiten zum Flanieren und Stöbern.
Mehrere Studentenwohnheime und viele kleine Plätze und Seitengassen machen die Josefstadt zu einem der charmantesten Bezirke von Wien. Kabaretts, Hinterhofbühnen und das kleinste Theater der Welt (mit nur 19 Sitzplätzen) machen den achten Bezirk auch zu einem Schauspielmekka. Weil die Josefstadt fast wie ein Dorf wirkt, bemerkt man vielerorts gar nicht, dass sie mit nur zwei Prozent Grünfläche einer der am meistverbauten Bezirke von Wien ist. Freunde barocker Kirchen kommen wegen der Piaristenkirche in den achten Bezirk: Bei dem prächtigen Gebäude mit Doppelturm handelt es sich um ein Meisterwerk von Lukas von Hildebrandt.
Das Bezirksmuseum der Josefstadt ist vor allem Gustav Klimt gewidmet. Der Vater der österreichischen Moderne betrieb sein Atelier im achten Bezirk. Ein weiteres Museum ist das „Österreichische Volkskundemuseum“ im Palais Schönborn, das neben dem Palais Strozzi der prächtigste Palast in der Josefstadt ist. Weit über Wien hinaus ist der achte Bezirk aber für das „Theater in der Josefstadt“ bekannt. Es wurde 1788 gegründet und gilt damit nach dem Burgtheater als das älteste Theater von Wien. Egal, wo die Schwerpunkte Ihrer Wien-Interessen liegen – die Josefstadt rechtfertigt auf jeden Fall einen kurzen Abstecher.
