Das klassische Wirtshausgericht: Gulasch
Klassisch und saisonal
In der Wiener Wirtschaft kommen auch Liebhaber von Gulasch, das Anfang des 19. Jahrhunderts von Ungarn nach Wien kam, auf Ihre Kosten. Genießen Sie in der Wiener Wirtschaft, dem freundlichen Restaurant im 4. Bezirk, ein kleines oder großes Gulasch mit einem „Seidel“ Bier. Weiters wird eine aktuelle, zur Jahreszeit und Saison passende Gulasch-Variation angeboten.
Das Gulyás hat wie kaum ein anderes Gericht die Wiener bzw. österreichischen Köche zu einer Fülle von Varianten angeregt. Gericht und das Wort „gulyás“ stammen aus Ungarn. „Gulyá“ heißt die Rinderherde und davon abgeleitet „Gulyás“ = der Rinderhirte. Das Fleischgericht, das von Rinderhirten im Kessel gekocht wird, heißt ungarisch „gulyás hus“ („hus“ – Fleisch), verkürzt „gulyás“. Das deutsche Lehnwort „Gulasch“ wurde durch österreichische Vermittlung aus dem Ungarischen in den deutschen Sprachschatz aufgenommen.
Die Geschichte des Gulaschs hängt eng mit der des Paprikas zusammen. In den Dudenausgaben und etymologischen Wörterbüchern wird das Gulasch auch heute noch mit „Pfefferfleisch“ übersetzt. Dazu muss man wissen, dass der Paprika früher unter anderem auch Ungarischer Pfeffer genannt wurde. Erwähnenswert im Zusammenhang mit dem „Gulasch“ sind auch zwei Wörter bzw. „Einrichtungen“:das eine die „Gulaschkanone“, scherzhaft für die fahrbare Feldküche verwendet, das zweite die Bezeichnung einer Wiener Gaststätte, die meist erst um Mitternacht öffnet und bis in die Morgenstunden hinein Nachtschwärmern mit einem heißen, scharfen Gulasch die Lebensgeister wieder zu wecken imstande ist; der Wiener nennt dieses Lokal „Gulaschhütte“.


